Inferno Heilbronn

Über uns

Inferno HeilbronnUnserer Meinung nach gibt es für die "Ultra-Szene" und das Wort "Ultra" keine allgemeine Definition. Jeder versteht etwas Anderes darunter. Die meisten Leute aus dem öffentlichen Leben setzen "Ultra" mit "Hooligan" gleich, was aber grundlegend falsch ist. Unsere Gruppe ist in keinster Weise an irgendwelchen tollen Angeboten wie: "Treffen wir uns 15 gegen 15 auf nem Feldweg" oder weiterem geistigen Dünnschiss interessiert. Wir definieren unseren Ultra-Gedanken nicht dadurch, wieviele Leute wir zur ner Prügelei mitbringen und wieviele Autoscheiben wir bei nem Auswärtsspiel zerschlagen haben.

"Ultra" ist für uns vielmehr eine Einstellung, die man leben und genießen kann, aber keinesfalls muss. Ultra bedeutet für uns, mit Herzblut bei einer Sache dabei zu sein, und das tut jeder von uns auf eine gewisse Art, sei es beim Mitarbeiten bei den Choreos, sei es beim Organisieren der Busse, sei es beim Mitsingen der Lieder oder auch beim Mitfiebern und Mitleiden beim Spiel. Jeder von uns hängt irgendwie an dem was da unten auf dem Eis passiert, und das ist für uns der Grundbestandteil des Ganzen. Es ist nämlich das, was uns alle verbindet.

Inferno HeilbronnFür uns ist dieses Ultragefühl so stark, dass wir viele Dinge in unserem Leben diesem Gefühl unterordnen. Es ist teilweise so krass, dass wir an nichts anderes denke, und einem die Lieder und der Support den ganzen Tag im Kopf herumschwirren. 7 Tage die Woche der Gedanke an den Verein, das ist für uns "ultra".

Jeder von uns versucht seinen Teil dazu beizutragen, damit das Endergbnis auf dem Eis positiv ausschaut. Und wenn der liebe Gott heute Nacht zu uns sagt, dem HEC wird es gut gehen, er wird aufsteigen, und im ersten Saisonspiel die Steelers herschießen, wenn eure Gruppe morgen früh zu Fuß in die Hauptstadt läuft, dann läuft morgen früh ein 28-Mann-Mob zu Fuß in die Hauptstadt.

Ganz einfach, es ist ein so starkes Gefühl, das uns mit diesem Verein verbindet. Und den Einsatz für den Verein mit diesem Gefühl zu verbinden, dass ist für UNS "ultra".

Heilbronn und das Unterland

Historisch begründet wurde der Begriff im Herzogtum Württemberg, wo es für einige Verwaltungszweige eine räumliche Gliederung in ein "Land ob der Steig" (Oberland) und ein "Land unter der Steig" (Unterland) gab. Die Grenze bildete die alte Weinsteige in Stuttgart.

Der Begriff Unterland hat sich dann für den Raum um Heilbronn eingebürgert, häufig verbunden mit dem Ruf als gute Weingegend. Die Ausdehnung ist nicht genau anzugeben, umfasst aber sicher den Raum zwischen Lauffen, Löwenstein, Gundelsheim und Eppingen. Im geographischen Standardwerk "Süddeutschland" von Robert Gradmann (Stuttgart 1931) heißt es im Abschnitt über das Neckarland: "Innerhalb Württembergs [...] wendet der wissenschaftliche Sprachgebrauch den im Volksmund ziemlich unbestimmten und verschieden angewendeten Ausdruck "Unterland" seit lange auf das Neckarland in unserem Sinne an und stellt ihn dem Schwarzwald, der Alb und Oberschwaben gegenüber."

Immer noch bekannt ist das Lied von Gottfried Weigle (1816-1855) bzw. dessen Anfang, vertont von Friedrich Silcher. Dessen erste Strophe lautet:

Drunten im Unterland,
Da ist's halt fein!
Schlehen im Oberland,
Trauben im Unterland;
Drunten im Unterland
Möcht' i wohl sein!

Schwaben oder Franken?

Im frühen Mittelalter wurde das Unterland zunächst von den Alamannen, seit dem 6. Jahrhundert n.Chr. dann von Franken besiedelt; die Nordgrenze des späteren alamannisch-schwäbischen Herzogtums verlief etwa 20 km südlich von Heilbronn, das dennoch in der frühen Neuzeit zum "Schwäbischen Reichskreis" zählte.

Seit der Eingliederung der Reichsstadt in das Königreich Württemberg 1803 verstärkten sich die schwäbischen Einflüsse - gerade auch in der Mundart. Dennoch heißt es noch in der Beschreibung des Oberamts Heilbronn aus dem Jahr 1865: "Da die meisten Bewohner des ganzen Oberamts Heilbronn dem fränkischen Stamme angehören, so sind sie redseliger und lebhafter als die Schwaben. Der Heilbronner ist fleißig und unternehmend und wagt eher, als daß er die Hände in den Schoß legt; er ist gefällig gegen Fremde, hat etwas feinere Formen im Umgange, ist höflicher, wird aber vielleicht vom Schwaben an innerer Herzlichkeit übertroffen".

Im Bereich der Mundart bildet Heilbronn einen eigenen Raum, der zum Südfränkischen gerechnet wird, im Süden jedoch direkt an den Schwäbisch-Fränkischen Übergangsbereich grenzt. Allerdings gehen solche Grenzziehungen allgemein zunehmend verloren, so dass die Mundart des Heilbronner Raums nur noch wenig typisch fränkische Eigenarten aufweist.